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OKTOBERKLUB
Zu den Gründungsmitgliedern des Oktoberklubs zählten Reinhold Andert, Georg Bach, Rene Büttner, Jörn Fechner, Sabine Fehse, Wolfgang Gregor, Reinhard Heinemann, Achim Hürtgen, Lutz Kirchenwitz, Nora Löhr, Bert Ostberg, Tatjana Phillip und Jürgen Pippig. Bekannte weitere Mitglieder waren Gisela Steineckert, Antje Garden, die durch Silly bekannt gewordene Tamara Danz und Waltraud Tschirner, die Mutter von Nora Tschirner.
Das Folk-Revival in den USA löste Anfang der 1960er Jahre in vielen Ländern eine Welle der Folkmusik und des Protestsongs aus. In der DDR hatte der kanadische Folksänger Perry Friedman bereits seit 1960 Hootenannys (amerikanische Bezeichnung für ein ungezwungenes, geselliges Konzert) veranstaltet. Um ihn und das Jugendradio DT 64 sammelte sich eine Gruppe folkbegeisterter junger Leute, die, unterstützt von der FDJ-Bezirksleitung, im Februar 1966 den Hootenanny-Klub Berlin gründete. 1967 wurde der Hootenanny-Klub im Zuge einer DDR-Kampagne gegen Anglezismen dann in "Oktoberklub" umbenannt.
Die Mitglieder des Oktoberklubs waren „hundertprozentig rot, überzeugt, ehrlich“ (Reinhold Andert) und wollten die Gesellschaft aktiv mitgestalten. Der Klub sang internationale politische Lieder (zum Teil in Nachdichtungen), Eigenschöpfungen sowie traditionelle Volks- und Kampflieder. Der Klub war eine Amateurgruppe, zeitweise mit einem halbprofessionellen Kern. --> [...]