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BELLA CIAO
Die Melodie des Liedes "Bella Ciao" wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts von den Reispflückerinnen der ehemaligen italienischen Provinz Terre d'Acqua in der Nähe der Stadt Bologna gesungen. Es beklagt die harten Arbeitsbedingungen unter der stechenden Sonne. Bereits die erstmals 1906 dokumentierte Fassung trägt die Züge eines Protestliedes gegen den Chef, der „mit einem Stock in der Hand“ die Arbeit überwacht, das Leben der Frauen „aufzehrt“ und obendrein wenig zahlt. Doch eines Tages, so hofft die Erzählerin, werden die Frauen „in Freiheit“ arbeiten.
Weltweit bekannt wurde das Lied in seiner Adaption durch die italienische Widerstandsbewegung gegen den Faschismus während des zweiten Weltkrieges. Der Text, dessen Autor unbekannt ist, lobt den Freiheitskampf der Partisanen und gedenkt der toten Partisanen, die als Helden betrachtet werden. Das Lied gehört in linken Kreisen zu den bekanntesten Kampfliedern und wird noch heute von linken Kräften dem faschistischen Kampflied Faccetta Nera entgegengesetzt. Wie viele Lieder der europäischen Arbeiterbewegung wurde es in die verschiedensten Sprachen übersetzt. Neben der Originalübersetzung von Horst Berner – u. a. verbreitet von Hannes Wader – existiert auch eine weitere Umdichtung von Diether Dehm, die von der Musikgruppe Zupfgeigenhansel gesungen wurde und die den Heldentod als Partisan nicht "glorifiziert".